Armes Trabzonspor

Wie eine Vergewaltigung

Wie eine Vergewaltigung

RTE hat in seiner 12-jährigen Regierungszeit eine Kultur der Arschkriecherei etabliert.

Wer Erfolg haben und aufsteigen will, der muss sich nur genug bei seinem Vorgesetzten einschleimen und hoffen, dass die anderen Arschlecker nicht tiefer in den Arsch des Bosses kriechen als sie selbst. Eine solche Hierarchie hat gravierende Nachteile. Das sind Neid, Missgunst und Hass (Bülent Arinc und Abdullah Gül können ein Lied davon singen, nachdem Davutoglu ihnen vorgezogen wurde). Intrigen untereinander sind Gang und Gäbe, denn nach dem einen großen Leader gibt es nur noch namenlose Speichellecker, einer schleimiger als der andere, alle beliebig austauschbar und darauf bedacht, ihre eigenes Süppchen zu kochen und auch etwas vom großen Kuchen abzubekommen. Das ist die „yeni Türkiyeli“ Gesellschaft, die RTL-RTE geschaffen hat.

Einer dieser Speichellecker scheint der Bürgermeister von Trabzon, Orhan Fevzi Gümrükcüoglu (AKP), zu sein. In einer Stadt wie Trabzon, wo Trabzonspor eine Religion für die Bürger ist, ist er auf die Idee gekommen, das neue Stadion, das gerade errichtet wird, nach RTE zu benennen. Es bedarf keiner großen Gedankenkunst, um draufzukommen, weshalb er diesen Vorschlag gemacht hat.

-Nur doof, dass es in der Türkei schon ein Stadion gibt, dass diese zweifelhafte Ehre hat (Stadion von Kasimpasaspor).

-Nur doof, dass RTE ein fanatischer Fenerbahce-Fan und –Mitglied ist, und beim Manipulationsskandal im türkischen Fussball eindeutig Stellung für seinen Lieblingsverein bezogen hat und auf die Rechte von Trabzonspor (inklusive Bucaspor, Kasimpasaspor und Konyaspor) geschissen hat. Er ist es, der Fenerbahce vor einer Bestrafung beschützt hat (sinngemäßes Zitat an Platini, Präsident der UEFA): „Kisilerle kurumlari ayirin. Kurumu cezalandirdiginiz vakit milyonlarca taraftarlari da cezalandirmis oluyorsunuz“).

-Nur doof, dass mittlerweile Fener- und Trabzonfans sich untereinander hassen, aber nicht nur mit Trabzon, sondern auch mit Gala, denn noch nie war die Abneigung untereinander so groß wie heute.

Den Stadionnamen von Trabzonspor mit RTE zu versehen ist, als ob man ein Vergewaltigungsopfer zwingt, das Kind auszutragen und diesem den Namen des Vergewaltigers zu geben, denn RTE hat für Trabzonspor bzw. dem Club vorher genauso viel geleistet, wie ein Vergewaltiger seinem Opfer, bevor er auf sie traf.

Dass dieser Vorschlag ausgerechnet kurz vor dem Liga-Spiel Trabzonspor gegen Fenerbahce in der Öffentlichkeit aufgetaucht ist, ist eines der „Zufälle“, die wir häufig beobachten. Leute provozieren und dann warten, dass die Menschen während des Spiels austicken, nach dem Motto „Schaut her, wie wild diese Leute aus Trabzon sind“. Den Gegner in ein schlechtes Bild rücken. Eines der Leitmotive in der Erdoganischen Politik. Wundert uns nicht wirklich.

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