Erdogans Bauernpaket is nix Demokrasi laaaan

Erdogans Medien (hier die neun größten) berichten im Gleichklang über den sagenumwobenen Führer, kritisches Hinterfragen? Fehlanzeige im Erdoland

Erdogans Medien (hier die neun größten) berichten im Gleichklang über den sagenumwobenen Führer, kritisches Hinterfragen? Fehlanzeige im Erdoland

Ein paar Wochen lang hat sich Erdogan in seinen Wahlkampfreden immer auf den Montag den 30. September fixiert, da werde er ein tolles Paket liefern. Pizza-Lieferant Erdogans stinkende Bestellung aus dem PKK-Lager ist ein schwerer Schlag für die Demokratie und das türkische Volk. Lesen sie weiter.

In meinen zahlreichen Artikeln schrieb ich öfters, dass Erdogans Pläne immer schief gehen und er regelrecht hinter den Kulissen tobt. Sein Personal, dass seine Botschaften, Pläne und Anordnungen umsetzen soll ist einfach zu dämlich und auch er hat eine zu große Achillesferse, als dass er sich überhaupt ohne zu stolpern seinem osmansichen Feudaltraum annähert. Sein tolles „Demokratiepaket“ kündigte er in einer Phase an, wo es für ihn sowieso nicht hätte schlechter laufen können. Keine Sau nimmt ihn ernst, den Erdogan, im Inland gibt es am laufenden Band türkische Proteste, seine Freunde die PKK drohen mit dem Morden weiter zu machen, falls er nicht spurt und in Syrien versagen seine Kopfabschneider gegen Diktator Assad.

In Europa will Erdogan niemand haben, die Amerikaner rügen Erdogan auch noch, aber gut kommen wir zu seinem sagenhaften Paket. Erdogan glaubt, dass der kurdische Terror der PKK mit dem Abändern türkischer Dorf-und Städtenamen, dem einfügen von kurdischen Buchstaben ins Alphabet, als auch die Abschaffung der türkischen Jugendanspache von Mustafa Kemal Atatürk dazu bewegt, keine Menschen mehr zu töten.

Dabei spielt Erdogan hier ein doppeltes Spiel. Der Despot hat selbst ein Problem mit der türkischen Identität und Geschichte, will er nämlich nicht, dass Türken ihre eigene Jugendansprache in der Schule lernen und sich als Türken sehen. Er will schließlich eine hörige fanatisch-religiöse Generation heranzüchten. Also verbindet er seinen Hass mit der PKK gegen die türkische Republik. Erdogan hat auch kein Problem das Alphabet aufzuweichen oder Dörfer und Städte mit kurdischen Namen zu versehen. Für Ihn gibt es keine Identität, weshalb sollte er dann auch an Namen festhalten, die wiederum für eine Kultur und Identität essentiel ist.

Auch die Einführung von „muttersprachlichen“ Unterricht für ethnische Minderheiten an Privatschulen ist so eine tolle Erfindung von Erdowahn, welch tolle Neuerung, die kann sich sowieso kaum einer leisten und die gab es schon lange vor Edogans Amtszeit. Seine größte Idee Kopftücher zuzulassen ist natürlich für die erdoganisch-fanatische Riege das ultimative Paket schlechthin, da kann man mit Terroristen, die Tausende auf dem Gewissen haben, ruhig verhandeln, hauptsache religiös-fanatische Gesetze reinschieben. Aber auch das ist eben nichts neues. All die oben aufgezählten „Demokratiepunkte“ sind weder etwas neues, noch dienen sie der Demokratie.

Wird ein Land demokratischer, wenn man Forderungen von Mördern durchsetzt, die nie enden werden, weil das Endziel ein faschistischer Kurdenstaat ist? Wird ein Land demokratischer, wenn man religiöse Vorstellungen durchsetzt, dessen Auswirkungen wir im Iran, Afghanistan oder Saudi-Arabien sehen? Wird ein Land demokratischer, wenn die Idenität eines Volkes ausgeblendet wird? Wohl kaum, doch Erdogan meint mit Namensgebungen wie „Demokratiepaket“ es wie die PKK handzuhaben. Einfach das Wort „Demokratie“ inflationär missbrauchen, bis es alle glauben? In der Welt der erdoganischen Anhängerschaft als auch die der PKK ist das möglich, wo Medien und Fanatismus einher gehen, Gleichschaltung einem kein anderes Weltbild vermittelt.

Wer sich nur ein bischen mit der Materie auseinandersetzt weiß doch, dass ein Land aus einer nationalen Einheit besteht, in der alle Menschen eine Sprache (gemeint ist Amtssprache) sprechen, unabhängig von  Abstammung und Religion,sich als Volk nach der Namensnennung des jeweiligen Landes bezeichnen. Ein Bayer ist eben immer noch ein Deutscher, ein Friese auch. Doch Erdogan geht es nicht darum. Die PKK kommt ihm wie gelegen, da sie taktisch das Paket in der Öffentlichkeit ablehnt,  kann Erdo wiederum alles auf die PKK schieben und eigene Ziele im Hintergrund bedenkenlos durchführen, seine Anhängerschaft folgt ihm Blind bis in den Bunker.

Das Demokratiepaket ist nur ein Wegweiser, auch wenn die PKK und deren politischer Arm die BDP sich brüskiert fühlt und sie das Paket ablehnen oder als leere Versprechungen brandmarken. Es ist eben auch nur ein Spiel der PKK, sie wird weiter Schritt für Schritt mit Terror, Mord und Totschlag drohen, bis sie alles bekommt was sie möchte. Bis dahin rekrutiert man fleißig Kinder und Jugendliche, propagiert kurdischen Faschismus in Reinkultur. Auf der anderen Seite führt Erdogan auf dem Weg zu seinem eigenen Traum eine religiös-islamistische „Türkei“ Schritt für Schritt weitere Punkte durch. Schule, Politik, das gesellschaftliche Leben wird immer mehr mit religiösem Wahn vollgepumpt. Religiöse Slogans und „Reformen“ betäuben Erdogans Anhängerschaft, die in ihrer Gutgläubigkeit, Frömmigkeit aber auch fanatischen Überzeugung Erdogan aus der Hand frisst.

Dass die Türkei mit jedem „Paket“ immer autoritärer und undemokratischer wird, sollte nun auch der letzte Idiot verstanden haben. Dass Titelbild dieses Artikels zeigt die tägliche Ausgabe der erdoganischen Presse am Tag der Veröffentlichung von Erdogans Stinkpaket. Alle berichten mit der gleichen Überschrift über das tolle Paket des Führers. Kritisches Hinterfragen? Neutrale Berichterstattung? Fehlanzeige! Das geht übrigens jeden Tag so! Erdogans Liveübertragung wurde auf allen AKP-Kanälen, dass sind nahezu fast alle Kanäle, übertragen, lediglich 10 kleinere als AKP kritisch geltende Kanäle und Zeitungen konnten per TV oder Onlinepräsenz NICHT berichten, sie hatten Sendeverbot!

Erdogan hat also beim Verkünden seines Demokratiepakets die vierte Gewalt, die es defakto garnicht mehr gibt, undemokratisch daran gehindert über sein eigenes Demokratiepaket zu berichten. Die Opposition kam in den TV-Kanälen nicht zu Wort, sie wurden erst anschließend, nach dem der Führer gesprochen hat mit Wortfetzen in den AKP-Medien wiedergegeben, gepaart wurde die journalistische Glanzleistung mit Ausschnitten von protestiertendem Abschaum der PKK-Anhängerschaft.

So erweckt man beim erdoganischen Hornochsen, die PKK paktiere mit der türkischen Opposition und die PKK wird defakto sowieso medial von Erdogan, trotz Zusammenarbeit, als politische Absicherung ausgenutzt. Eine PKK, die Schritt für Schritt seinem Ziel näher kommt, jedoch in der türkischen Öffentlichkeit ihre eigene faschistische Anhängerschaft bei Laune hält und der AKP-Wählerschaft suggeriert, gegen das Paket zu sein ist auch eine Versicherung für Erdogan, dem AKP-Affen weiß zu machen, man sei gegen die PKK, obwohl dies nicht der Fall ist. So kompliziert ist das garnicht.

Erdogan hat übrigens immer noch nicht veröffentlicht, was er denn wirklich mit der PKK ausgehandelt hat, sein Demokratiepaket ist im Grunde leer. Alle aufgezählten Punkte hatte Erdogan bereits fast umgesetzt. Nur Bauern, die im Volksmund als ungebildet und idiotisch gelten, glauben diesem Scharlatan.

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