Talkshow-Eklat: Wenn Gülen und AKP-Anhänger sich streiten :D

Eigentlich Freunde

Eigentlich Freunde

 

Lustig wird es, wenn sich in der Glotze zwei Autoren zoffen, die wegen ihrer religiös-radikalen Ansichten und Hörigkeit zur jeweiligen Seite regelrecht fetzen. Zu Gast waren Autor Nuh Gönültaş von der Zeitung Bugün (Fetullah Gülen Zeitung), er ist ein bekennender Sektenanhänger des Gülen-Ordens und Fatih Tezcan, ein AKP höriger schleimiger Zeitungsfritze, der sich mit tollen Berichten aus dem Syrienkonflikt und die verehrte freie syrische Armee rühmt und immer nach dem Mund von Arinc und Erdogan spricht, statt selbst zu denken.

Das Thema war, ob innerhalb der AKP gewisse „Operationen“ im Sinne von Sabotage etc. existiere. Natürlich ein hochbrisantes Thema, nachdem ja Angela Merkel die Unruhen in der Türkei veranlasste (siehe mein Artikel dazu) oder Israel gemeingefährliche Pläne hat ,um die AKP zu vernichten. Doch irgendwie wurde das Thema vom AKP-Fritzen Tezcan auf Fetullah Gülen gelenkt, denn Tezcan sprach das Brückenprojekt von Erdolf an, welches der Gülenorden (Tezcan umschreibt es und erwähnt ständig:“eine bestimmte Gemeinde“) wegen der geplanten Namensgebung kritisierte, dabei umschreibt er auch Fetullah Gülen und nennt ihn „irgend so ein emekli vaiz“. Was soviel heißt wie ein Prediger im Ruhestand. AKP-Anbeter mögen Gülen nicht mehr so wirklich, da sich Gülen aus seiner CIA-Heimat der USA immer wieder zu Wort meldet und sich zu politischen Themen auch kritisch oder ratgeberisch gegenüber Erdogan und der AKP äußert. Das ist natürlich eine Sultanatsbeleidigung. Die Äußerungen von Teczan brachte das Faß für Gönültaş zum Überlaufen, das sieht man auch im VIdeo, als sich Gönültaş zu Wort meldet und Tezcan als charakterlosen, unerzogenen, ehrlosen und verdorbenen Mann bezeichnet. Der Moderator ist natürlich damit überfordert und Tezcan kontert, er solle lieber für seine bösen Äußerungen buße tun und beten. Für Gönültaş ist die Sache natürlich gelaufen, denn von einem AKP’ler religiöse Ratschläge zu erhalten (jeder ist ja der bessere Moslem) ist sehr schlimm. Die Moral von der Geschichte: Gönültaş sagt, er dulde es nicht, dass Fetullah Gülen hier beleidigt wird, daraufhin ist Tezcan böse und erwidert, dass er auch nicht dulde, dass Erdogan beleidigt werde.. 😀

Wow sag ich da nur, wenn es innerhalb der AKP und der religiösen Ströhmung schon so zofft und die Hörigkeit schon soweit geht, dass man sich öffentlich so an die Gurgel geht, dann weiß man ja was hinter den Kulissen nicht nur seit heute los ist. 😀

Noch bezeichnender ist, dass solche Individuen in der Medienlandschaft als „Journalisten“ bzw. „Autoren“ arbeiten…dann weiß man auch wie es mit der Informationsfreiheit in der Türkei bestellt ist.

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